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Die Daseinsberechtigung eines Blogs

Warum schreibt man einen Blog?

Es gibt mit Sicherheit viele Gründe, Blog zu schreiben, wobei meine ehrlicherweise sehr egoistisch und einfach gestrickt sind: Ich möchte meine Gedanken einfach loswerden. Dabei habe ich weder den Anspruch, Menschen zu unterhalten, noch sehe ich mich als talentiertes Schreiberlein oder Sprachgenie, das sich mitteilen muss, weil die Welt ansonsten etwas verpassen würde.

Ich gestaltete also gestern meinen ersten Eintrag. Meiner derzeitigen Stimmung entsprechend weder besonders interessant oder lustig, einfach nur Gedanken die ich schon tausendmal gedachte habe und als „Wortkotze“ zu Papier bringen wollte. Heute erhielt ich dann die ersten Kommentare, die zusammengefasst aussagen: Meine Sprache sei zu einfach, meine Gedanken zu banal, mein Unterhaltungswert zu gering.

Na und? Darf man nur bloggen, wenn man besonders gut konstruierte Wortgeflechte hervorbringt, die Menschen mit jedem Eintrag in Staunen versetzt und mit jeder Silbe alles dagewesene in den Schatten stellt?

Was ist die Daseinsberechtigung eines Blogs?

Meine Antwort darauf ist ganz banal: Ein Blog muss jenes leisten, was sein Besitzer damit zu bezwecken wünscht. Ein Modeblog sollte sich mit Mode beschäftigen, die Trends kennen und schaffen, Erwartungen brechen, Gewohntes vertreiben und zu Neuem inspirieren.

Was soll nun also mein Blog?

Gedanken ordnen. Mich mit mir selbst wieder ein kleines Stück ins Reine bringen, damit die Welt voller Schubladendenker und Vorverurteiler, eine Welt der Idioten und Egoisten, mir wieder wie gewohnt am Arsch vorbei gehen kann.

24.11.15 23:06


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Beziehungen

Wenn man auf die 30 zugeht, beginnt man darüber nachzudenken ob man sich angekommen fühlt. In meinem Bekanntenkreis beginnt der Großteil nun mit Heirat, Hausbau und Kinderkriegen. Ganz unabhängig davon, woher ich diese Menschen kenne. Egal ob Schule, Ausbildung oder Studium. Sie haben feste Partner, können nichtmehr alleine oder spontan zu Verabredungen erscheinen und reden nur noch in wir Form.

Wo stehe ich da? Ich habe seit einigen Jahren eine Beziehung. Wir leben ca. 200km voneinander entfernt, sehen uns alle 1-2 Monate und ehrlichgesagt bin ich schon seit einiger Zeit ziemlich unglücklich. Wir leben aneinander vorbei. Wenn wir uns sehen, fühle ich mich so wohl mit ihm, ich liebe unsere Kuschel-Einheiten, den Sex und mit Niemandem sonst verbringe ich den Abend so gerne ganz verlotzt vorm Fernseher mit schlechten Filmen. In seinem Arm fühle ich mich wohl, wenn er mich ansieht fühle ich mich schön und begehrenswert… und nun kommt das aber. Wir haben uns nichts zu sagen.

Ich weiß nichtmehr, ob es früher anders war oder ob ich damals abgestumpfter war, andere Ansprüche hatte und einfach damit zufrieden war, mit Ihm Lachen zu können. Vor ca. 2 Jahren habe ich einen neuen Job angenommen, habe dort endlich wieder Menschen kennengelernt, mit denen ich diskutieren kann, die einen ähnlichen Humor haben. Früher war das anders, seit meine beste Freundin 2005 nach Bayern gezogen ist, habe ich mich immer alleine gefühlt, nie wirklich das Gefühl gehabt verstanden zu werden, mich immer irgendwie anpassen müssen und in eine Rolle pressen lassen. Aber nun habe ich zum ersten Mal seit langem das Gefühl mich selbst wieder zu finden und dabei positiv anzukommen.

Ich gehe mit ihnen gerne raus, mache sogar Sport, bin kreativ und manchmal sogar schlagfertig. Und dann erzähle ich ihm von meiner Woche, meinen Erlebnissen, meinen Gedanken und es kommt NICHTS. Keine Reaktion. Es läuft immer wieder nur auf unser eingespieltes Geplänkel hinaus, ärgern, lachen, fertig. Ich möchte mit Ihm so gerne auch mal diskutieren, möchte zu ihm aufsehen können. Intelligenz ist sexy, und das sogar sehr.

Wenn eine Beziehung nur noch aus dem immerselben Muster besteht, man zwar lachen und sich nahe sein kann, aber der Rest einfach aus Leere besteht, wie füllt man diese Leere wieder? Wie oft im Monat darf man unglücklich sein, bevor man die Reißleine ziehen sollte? Und wenn ich das tue, wie soll ich dann stark genug sein ohne seine liebevolle Bestätigung? Mein Selbstbewusstsein ist schon immer sehr wackelig gewesen und es ist zwar gewachsen, aber noch so furchtbar porös und könnte bei zu großem Stress sehr schnell bröckeln.

Sollte man sich aus Angst an eine Beziehung klammern, die einen momentan nicht glücklich macht? Oder fast 10 Jahre aufgeben, nur weil man sich auseinander lebt? Wie schafft man es, sich wieder gemeinsam zu entwickeln, in dieselbe Richtung zu sehen?

 

Fragen über Fragen.

Eure Sam

23.11.15 22:54





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